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Kaschubei - die Kaschuben


Im Jahre 1911 veröffentlichte der Lehrer und Amateur-Ethnograph Ernst Seefried-Gulgowski ein Buch über die Kaschuben unter dem Titel "Von einem unbekannten Volke in Deutschland"; und wenn die Kaschuben auch als Folge der inzwischen über Europa hereingebrochenen Stürme heute ausserhalb von Deutschlands Grenzen leben, so hat sich an dem Prädikat "unbekannt" doch nichts geändert. Die Geschichte hat dieses Völkchen zwischen Polen und Deutschen nicht gerade verwöhnt. Kaschuben waren immer, obwohl nicht wenige von ihnen dem kaschubischen Adel angehörten, die kleinen, geschundenen Leute.

Doch es gibt sie immer noch, diese Kaschuben! Sie leben heute im Staatsverband der Republik Polen um die Städte Puck (Putzig), Wejherowo (Neustadt), Kartuzy (Karthaus) und Koscierzyna (Berent). Ihr mehr oder minder geschlossenes Siedlungs- und damit auch Sprachgebiet lässt sich ungefähr wie folgt umreissen: Die Grenze beginnt westlich der Halbinsel Hel (Hela) bei Jezioro Zarnowieckie (Zarnowitzer See) und verläuft von hier an längs der deutsch/polnischen Staatsgrenze von 1938 nach Südwesten; abgesehen von einigen Einbuchtungen bei Lebork (Lauenburg) und Bytow (Bütow) auf einst deutsches Territorium entspricht diese ziemlich genau der kaschubischen Westgrenze. Nördlich von Chojnice (Konitz) biegt die Sprachgrenze nach Osten ab und läuft bis westlich von Czersk; von dort erreicht sie dann in einer mehr oder weniger geraden Linie, die sich östlich der Städte Koscierzyna und Kartuzy hinzieht, nördlich von Gdynia (Gdingen) die Danziger Bucht. Von hier folgt sie der Küste unter Einschluss der Halbinsel Hel zurück zu ihrem Ausgangspunkt, dem Jezioro Zarnowieckie. Die Kaschuben repräsentieren die einheimische Bevölkerung dieses Gebietes. Sie sind das einzige Überbleibsel der baltischen Slawen und stellen dadurch ein Bindeglied zwischen den polnischen Lechiten und den slawischen polabischen Stämmen dar, deren Überreste im 18. Jahrhundert germanisiert wurden. Ein weiter westlich, am Lebasee ansässiger Zweig der Kaschuben - die Slowinzen - erlag im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts der Germanisierung.



Geschichtliches

Die Kaschuben sind ein slawischer Volksstamm. Sie sind Nachkommen der einst in ganz Pommern siedelnden Pomoranen (="Die am Meer wohnen") und waren etwa im Gebiet zwischen Oder und Weichsel sesshaft. Ihre östlichen Nachbarn waren die Pruzzen. Im Süden reichten die Pomoranen bis an die Netze und Warthe. Ihre Nachbarn waren hier die Polen.

Die Bedeutung des Namens Kaschuben (Kaszëbi) konnte nie ganz geklärt werden und so gibt es eine Vielzahl von mehr oder weniger glaubhaften Deutungen. In einem von C.C.Mrongovius 1837 veröffentlichten Deutsch-Polnischen Wörterbuch ist unter "Kaschube" zu lesen: "Sie nennen sich kaszeba von kożuch der Pelz, oder von dem Wort koża, das Fell, die Haut; denn an der kalten Ostsee wohnend tragen sie lange Schafpelze, Tierfelle; die tiefer im Lande wohnenden fingen an Tuchröcke zu tragen, kabat, daher wurden sie Kabatker genannt". Der kaschubische Volksschriftsteller Derdowski schrieb: "Die Wiege der Kaschuben waren die Ufer der unteren Oder, wo es viele Sümpfe und Moorbrüche gibt. Ähnliche Sümpfe sind auch auf dem südlichen Ufer des Lebasees. Diese Sümpfe oder vielmehr eine Grasart 'wiklina', das darauf wächst, nennt das dort wohnhafte slavische Volk 'Koszebe'. Davon soll der Name Kaschube entstanden sein". Reinhold Cramer, Direktor in Bütow, der im Jahre 1858 eine 'Geschichte der Lande Lauenburg und Bütow' herausgab, schrieb von den Kaschuben: "Es gibt einen slavischen Stamm, welcher Casubitae genannt wird und diese haben ihren Namen von der Länge und Weite der Kleider, welche sie wegen der Länge und Weite in Falten legen müssen. Denn huba heisst im Slavischen Falte. Daher wird kasz hubi mit 'lege in Falten' übersetzt". Der spätere polnische Schriftsteller Dlugosz stimmte mit dieser Auslegung überein und schrieb: "Die Kaszubiani haben ihren Namen von der Faltung der Kleider ...Ihre Kleidung ist ihnen eigentümlich. An ihren langen Röcken und grauen Pelzmützen sind die Cassuben sehr leicht zu erkennen und von ihren deutschen Nachbarn ohne Mühe zu unterscheiden. Sie sind gehorsam und unterwürfig, zähe und standhaft, gottesfürchtig und kirchlich". Urkundliche Grundlagen haben alle diese Ableitungen nicht.



Fest steht, dass die Kaschuben bis ins 14. Jahrhundert hinein in den Urkunden immer Pomorani genannt wurden. Cassubia hiess lediglich das Land um Belgard an der Persante. Erst im 15. und 16. Jahrhundert ging dieser Name auch auf Land und Bevölkerung der heutigen Kaschubei über.


Die historische Zeit für das östliche Pommern an der unteren Weichsel, dem Siedlungsraum der Kaschuben, beginnt um das Jahr 1000 mit heftigen Kämpfen gegen ein nach Norden drängendes Polen. Obwohl es den Polen gelang, allmählich die Netzelinie zu durchbrechen, und auch die Christianisierung und Kirchenorganisation von Polen her erfolgte, bewahrte das östliche Hinterpommern, auch "Klein-Pommern, =Pommerellen" genannt, bis zum Aussterben seines Fürstenhauses der Samboriden am Ende des 13. Jahrhunderts seine Selbständigkeit. 1309 wurde Pommerellen durch Kauf an den Deutsch-Ordensstaat angeschlossen, der zu dieser Zeit eine eigenständige politische Einheit bildete. Im Jahre 1466 kam Pommerellen unter die Herrschaft des polnischen Königs, bis 1772 das Land an Preussen fiel und Teil des seither so benannten „Westpreußen" wurde. Nach Ende des I. Weltkrieges kam das Gebiet wieder unter polnische Oberhoheit. Mit Beginn des II. Weltkriegs wurde es jedoch wieder im „Reichsgau Danzig-Westpreußen" in das Deutsche Reich "zurückgeführt", um nach Beendigung des Krieges 1945 dann endgültig Teil der Volksrepublik Polen zu werden. Heute ist Polen für die Kaschuben der Staat, in dem sie leben, und das polnische Volk ist die Gemeinschaft, mit der sich der grösste Teil der Kaschuben – ohne jedoch auf seine kulturelle Eigentümlichkeit zu verzichten – identifiziert. Diese doppelte Identifikation ist immer noch kennzeichnend.

*

Ab 1890 führten zwar die preussischen Behörden in den Volkszählungen den Begriff der Muttersprache ein und unterschieden zwischen Deutschen, Polen, Kaschuben und Masuren, doch geschah auch dies aus durchschaubaren politischen Motiven, um nämlich das polnisch-slawische Element durch Aufspaltung zu schwächen und dies führte dazu, dass sich zahlreiche Kaschuben bewusst als Polen zählen liessen. In ähnlicher Weise gab es zu allen Zeiten, gewollt oder ungewollt, verfälschte Angaben über die Zahl der Kaschuben, so dass also nur Schätzungen möglich sind. Der russische Gelehrte Alexander Hilferding nahm für das Jahr 1856 eine Zahl von rund 200.000 an. Der polnische Sprachwissenschaftler Stefan Ramult errechnete für das Jahr 1892 eine Zahl von 200.217, die wohl etwas zu hoch gegriffen scheint. Die Zeitschrift "Gryf" nennt 135.199 Kaschuben für das Jahr 1905, eine Ziffer, die sich mit der Schätzung von Friedrich Lorentz für die Mitte der dreissiger Jahre deckt. Für die frühen sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts nannten polnische Quellen die Zahl von ca. 200.000 bis 300.000 Kaschuben. Nach jüngeren soziologischen Untersuchungen gibt es in Nordpolen heute schätzungsweise 500.000 Kaschuben, von denen 300.000 im täglichen Leben die kaschubische Sprache benutzen. Eine vielleicht noch grössere Zahl von Menschen kaschubischer Abstammung lebt heute in der ganzen Welt verstreut. Hauptsächlich in Deutschland, Kanada und in den USA, aber auch in Südamerika, Australien und Neuseeland. Im allgemeinen assimilierten sie sich fast vollständig, nur in Kanada besteht bis heute eine sich seiner Eigentümlichkeit bewusste kaschubische Gemeinschaft (Polonia).

*


Kultur – Sprache - politisches Selbstverständnis

Die kulturelle Eigenart der Kaschuben, in früheren Zeiten stark von Aberglauben geprägt, also das Anderssein dieses Volkes war schon immer schwierig - unter den Polen wie unter den Deutschen einschliesslich der Preussen. Dass die Preussen keine allzu hohe Meinung von den "Cassuben" hatten, zeigen Briefe, die der spätere Reichskanzler Otto von Bismarck 1847 an seine Schwester schrieb: "...Bütow ist die nächste Stadt, man hört die Wölfe und die Cassuben allnächtlich heulen... Die umwohnenden Cassuben mit ihrem Gebell haben wenig, was die Last ihrer Geselligkeit erträglich macht. Ihre Conversation besteht darin, dass sie in abgemessenen Perioden ein klagendes Geheul ausstossen, eine Gefühlsäusserung, die ich durch den Zustand ihrer Person und ihres Landes vollkommen gerechtfertigt finde..." Noch unfreundlicher hatte sich Gustav Freytag in seinen 'Bildern aus der deutschen Vergangenheit' über die Kaschuben ausgelassen: "Das schmutzige und wüste Volk lebte von Brei aus Roggenmehl, oft nur von Kräutern, die sie als Kohl zu Suppe kochten, von Heringen und Branntwein, dem Frauen wie Männer unterlagen...Stumpf und schwerfällig trank das Volk den schlechten Branntwein, prügelte sich und taumelte in die Winkel. Auch der Bauernadel unterschied sich kaum von den Bauern, er führte seinen Pflug selbst und klapperte in Holzpantoffeln auf dem ungedielten Fussboden seiner Hütte..." Mit Urteilen dieser Art sind die Kaschuben in früherer Zeit immer wieder diskriminiert worden, ohne ihre Kultur und ihre Lebensbedingungen wirklich objektiv untersucht zu haben.

In der Erforschung der kaschubischen Sprache hat sich der Mecklenburger Dr. Friedrich Lorentz (1870-1937) die wohl grössten Verdienste erworben. Er verfasste u.a. eine Rechtschreibung, eine Grammatik und ein Wörterbuch der pomoranischen-kaschubischen Sprache. Ein ähnliches Werk schuf auch der bedeutende polnische Sprachforscher Stefan Ramult (1859-1913) aus Krakau. Beide Autoren und ihre Werke hatten enormen Einfluss auf die Entwicklung des Selbstbewusstseins der Kaschuben und auf die kaschubische Bewegung.

Der kaschubischen Sprache eigentümlich ist die grosse Aufsplitterung in Dialekte, oftmals von Ort zu Ort, wobei sich deutlich zwei Hauptgruppen, das Nord- und Südkaschubische, unterscheiden lassen. Diese Zersplitterung war wohl mit schuld daran, dass es erst sehr spät, nämlich 1850, zu einem nie recht gelungenen Versuch gekommen ist, eine kaschubische Schriftsprache zu schaffen. Zu einer über den Dialekten stehenden, allgemein anerkannten Schriftsprache ist das Kaschubische nie gekommen, was sich als entscheidender Mangel bei der Herausbildung eines eigenen Kulturbewusstseins erweisen sollte.

Erst das 19. Jahrhundert brachte mit der "Xazeczka dlo Kaszebov" von Florian Cejnowa (1817-1881) eine eigene Literatur, wenn auch nur in bescheidenem Umfang. Cejnowa war der erste, der wirklich in kaschubischer Sprache schrieb. Diente ihm der Slawoschiner Heimatdialekt im Kreise Putzig als Grundlage, so benutzte der zweite kaschubische Schriftsteller, Hieronim Derdowski (1852-1902) den Wieller Dialekt des Kreises Konitz. Derdowski's besondere Verdienste um das Kaschubentum liegen auf dem Gebiete der Dichtung. Beide aber gingen mit den Dialekten recht frei um, griffen zu Neubildungen und liessen sich zudem durch die polnische Schriftsprache beeinflussen. Ebenso war es mit Aleksander Majkowski (1876-1938) aus Berent und seinem Berent-Lippuscher Dialekt.

In den politisch wechselvollen Zeiten Pommerellens konnten die Kaschuben ihr Volkstum und die kaschubische Sprache bewahren. Doch fehlte ihnen eine eigene Schriftsprache und eine eigene, alle Kaschuben verbindende Kultur; zudem lebten sie oft in sehr karger Umgebung auf unfruchtbarem Land und wurden im Ordensstaat wie auch zu „deutscher" oder „polnischer" Zeit nicht als eigenständige Volksgruppe anerkannt. Oftmals wurden sie gar als minderwertige Volksgruppe behandelt, so dass sie selbst sich darauf beschränkten, abseits des Weltgeschehens den Kampf um das tägliche Brot zu führen anstatt sich um eine eigene "nationale Identität" zu kümmern. Auch wenn sie ihr angestammtes Siedlungsgebiet erhalten konnten, kamen die Kaschuben nie dazu, ein eigenes kaschubisches Nationalgefühl oder gar Autonomiebestrebungen zu entwickeln. Sie lebten gleichsam zwischen Hammer und Amboss und fanden nie Raum für einen eigenen einheitlichen staatlichen Organismus.

Ein gewisses „Erwachen" trat erst nach der philologischen Entdeckung der Eigenständigkeit der kaschubischen Sprache statt. Zunächst ist hier Christoph Coelestin Mrongovius (1764-1855) zu nennen, der seit 1798 in Danzig als Pastor und Lehrer der polnischen Sprache tätig war und in dieser Rolle Interesse an den slawischen Sprachen in Preussen, auch am Kaschubischen, gefunden hatte.

In Kreisen, die man durchaus als kaschubische Intelligenz bezeichnen kann, begann man seit etwa 1830, geheime Gesellschaften zu bilden, die sich ausser mit Wissenschaft und Kunst auch mit politischen Fragen beschäftigten. Zu den Mitgliedern einer geheimen Jugendgruppe am Konitzer Gymnasium gehörte auch der schon genannte Florian Cejnowa , Sohn des Dorfschmiedes in Slawoschin im Kreise Putzig. Er hatte früh Zugang zu den Dichtungen von Mickiewicz gefunden und während seines Medizinstudiums in Breslau Verbindung zu polnischen, tschechischen und sorbischen panslawistischen Gesinnungsfreunden aufgenommen. Hier war wohl die Vorstellung von der deutschen Überflutung slawischer Völker entstanden, gegen die sich auch die Kaschuben zur Wehr zu setzen hätten. Cejnowa betonte, dass die Kaschuben ein eigenständiges Volk seien, gleichwertig den anderen slawischen Völkern. Der Gedanke einer kaschubisch-nationalen Bewegung sollte ihn nicht mehr verlassen, er ist ihr Ahnherr geworden.

Als in der Mitte des 19. Jahrhunders die sogenannten „kleinen Völker“ in Mitteleuropa ein Nationalbewusstsein zu entwickeln begannen, hatte allerdings das Kashubentum weder ausreichende Kräfte noch ein starkes inneres Bedürfnis, die eigene ethnische und sprachliche Gemeinschaft in den Rang einer politischen und nationalen Autonomie zu erheben.

Wichtig für die kaschubischen Bestrebungen war eine Reihe von geistigen Auseinandersetzungen in Westpreussen sowohl auf deutscher wie auch auf polnischer Seite. Hierbei belebte sich die Beschäftigung mit der Landesgeschichte, in der auch die Kaschuben ihren Platz beanspruchen konnten. Es entstand eine "regionale wissenschaftliche" Atmosphäre. Geographische Landeskunde, Volkskunde und Sprachwissenschaft trugen dazu bei, dass sich die Kenntnisse von den Kaschuben vertieften. Hier wirkten insbesondere die Bemühungen von Stefan Ramult (1859-1913), der zwar kein Kaschube war, sondern aus Kleinpolen stammte, aber nach Cejnowa die Eigenständigkeit der Kaschuben gegenüber den Polen am stärksten betonte und daher auf polnischer Seite heftig Kritik erntete.

1907 gründete Ernst Seefried-Gulgowski (auch „Izydor Gulgowski“) zusammen mit Friedrich Lorentz in Karthaus den "Verein für kaschubische Volkskunde", aus dessen Milieu 1911 das Buch "Von einem unbekannten Volke in Deutschland" stammte. Gulgowski (1874-1925)  hatte unter dem Einfluss der deutschen Heimat- und Volkskunde, und von seiner Frau Theodore unterstützt, in Sanddorf am Weitsee (Wdzydze) im Kreise Konitz ein kaschubisches Freilichtmuseum eingerichtet, das auf vielfältige Weise in die ganze Kaschubei hinein anregend wirkte und heute immer noch eine herausragende Stellung als Kulturstätte der kaschubischen Lebenswelt hat („Kaszubski Park Etnograficzny“). In die gleiche Zeit fällt die Forschertätigkeit des Mecklenburgers Friedrich Lorentz (1870-1937), der sich bereits seit 1897 mit den Slowinzen befasst hatte. Er sollte zum besten deutschen Kenner der Kaschuben werden und hat zeitlebens ihr Schicksal mit grosser Sympathie begleitet. Von ihm stammen die wohl wichtigsten wissenschaftlichen Arbeiten über Slowinzen und Kaschuben.

Ein weiterer Vorkämpfer für die kaschubische Idee ist Aleksander Majkowski (1876-1938) aus Berent gewesen. Majkowskis Hauptverdienst ist die Gründung des "Gryf" im Jahre 1908, der "Zeitschrift für kaschubische Fragen". Sie sollte dazu dienen, einer heranzubildenden kaschubischen Intelligenz einen Mittelpunkt zu geben. Praktisch dominierten in der Zeitschrift literarische und volkskundliche Themen. Der von Maijkowski im Jahre 1938 veröffentlichte und 1988 ins Deutsche übersetzte, bisher einzige kaschubische Roman "Das abenteuerliche Leben des Remus" vermittelt in eindrucksvoller Weise die Zerrissenheit derer, die vergebens auf eine "Erweckung" des kaschubischen Volkes hofften.


In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts haben nur wenige Persönlichkeiten die Kaschubistik zum besonderen Thema ihrer Arbeit gemacht. Zu nennen sind auf polnischer Seite Gerhard Labuda, Edward Breza und Bernard Sychta. Der Österreicher Ferdinand Neureiter hat, ähnlich wie der Deutsche Friedhelm Hinze, wertvolle Beiträge durch Veröffentlichungen im Ausland geleistet. Auch die Danziger kaschubische Trilogie von Günter Grass und die Verfilmung eines Teils davon unter dem Titel „Die Blechtrommel“ haben für Interesse im Ausland gesorgt.


Am Beginn des 21. Jahrhunderts


Kaschuben sind heute wieder in allen gesellschaftlichen Bereichen präsent, wie zum Beispiel als Abgeordnete (ca. 150 in der Wojewodschaft Pomorze, 7 Abgeordnete im Parlament); oder als Wissenschaftler, Literaten und Kulturschaffende. Die Kaschubei und die kaschubische Kultur haben sich in der jüngsten Vergangenheit zu einem Markenartikel entwickelt und die Stimmen der Kaschuben entscheiden bei Parlamentswahlen und Wahlen zu Organen der Selbstverwaltung nicht selten über das Schicksal von Kandidaten, die sich auf ihre Beziehung zu den Kaschuben berufen.

In der neuen Situation Polens, das sich auf den Eintritt in europäische Strukturen vorbereitet, sind die Kaschuben und ihre Institutionen in der Ostseeregion ein nicht unbedeutender Partner für internationale Kontakte auf lokaler und regionaler Ebene. Von besonderer Bedeutung ist die Teilnahme und die Rolle der Kaschuben bei Kontakten und der Entwicklung von Kooperationen zwischen ethnischen und nationalen Minderheiten in Polen und Deutschland. Für all diejenigen, die nicht die Hoffnung aufgegeben haben, dass es eines Tages eine dauerhafte Verständigung zwischen den Deutschen und Polen als Staaten und Völker geben könnte, ergibt sich durch diese neu entstandene Position der Kaschuben möglicherweise sogar eine Perspektive, dass die Kaschuben als anerkannte Minderheit "Mörtel zwischen den Steinen des polnischen und des deutschen Volkes" sein können und so die Verständigung zwischen den Völkern vorantreiben. Die Kaschuben, deren Name einst häufig den Beiklang einer Spottbezeichnung hatte, können heute – als regionale soziale und ethnische Gruppe mit einer „internationalen Struktur“ - eine bedeutende Rolle bei der Verständigung zwischen den Staaten und Völkern in Europa einnehmen.


Im Jahre 1911 veröffentlichte der Lehrer und Amateur-Ethnograph Ernst Seefried-Gulgowski ein Buch über die Kaschuben unter dem Titel "Von einem unbekannten Volke in Deutschland"; und wenn die Kaschuben auch als Folge der inzwischen über Europa hereingebrochenen Stürme heute ausserhalb von Deutschlands Grenzen leben, so hat sich an dem Prädikat "unbekannt" doch nichts geändert. Die Geschichte hat dieses Völkchen zwischen Polen und Deutschen nicht gerade verwöhnt. Kaschuben waren immer, obwohl nicht wenige von ihnen dem kaschubischen Adel angehörten, die kleinen, geschundenen Leute.

Doch es gibt sie immer noch, diese Kaschuben! Sie leben heute im Staatsverband der Republik Polen um die Städte Puck (Putzig), Wejherowo (Neustadt), Kartuzy (Karthaus) und Koscierzyna (Berent). Ihr mehr oder minder geschlossenes Siedlungs- und damit auch Sprachgebiet lässt sich ungefähr wie folgt umreissen: Die Grenze beginnt westlich der Halbinsel Hel (Hela) bei Jezioro Zarnowieckie (Zarnowitzer See) und verläuft von hier an längs der deutsch/polnischen Staatsgrenze von 1938 nach Südwesten; abgesehen von einigen Einbuchtungen bei Lebork (Lauenburg) und Bytow (Bütow) auf einst deutsches Territorium entspricht diese ziemlich genau der kaschubischen Westgrenze. Nördlich von Chojnice (Konitz) biegt die Sprachgrenze nach Osten ab und läuft bis westlich von Czersk; von dort erreicht sie dann in einer mehr oder weniger geraden Linie, die sich östlich der Städte Koscierzyna und Kartuzy hinzieht, nördlich von Gdynia (Gdingen) die Danziger Bucht. Von hier folgt sie der Küste unter Einschluss der Halbinsel Hel zurück zu ihrem Ausgangspunkt, dem Jezioro Zarnowieckie. Die Kaschuben repräsentieren die einheimische Bevölkerung dieses Gebietes. Sie sind das einzige Überbleibsel der baltischen Slawen und stellen dadurch ein Bindeglied zwischen den polnischen Lechiten und den slawischen polabischen Stämmen dar, deren Überreste im 18. Jahrhundert germanisiert wurden. Ein weiter westlich, am Lebasee ansässiger Zweig der Kaschuben - die Slowinzen - erlag im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts der Germanisierung.

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Geschichtliches

Die Kaschuben sind ein slawischer Volksstamm. Sie sind Nachkommen der einst in ganz Pommern siedelnden Pomoranen (="Die am Meer wohnen") und waren etwa im Gebiet zwischen Oder und Weichsel sesshaft. Ihre östlichen Nachbarn waren die Pruzzen. Im Süden reichten die Pomoranen bis an die Netze und Warthe. Ihre Nachbarn waren hier die Polen.

Die Bedeutung des Namens Kaschuben (Kaszëbi) konnte nie ganz geklärt werden und so gibt es eine Vielzahl von mehr oder weniger glaubhaften Deutungen. In einem von C.C.Mrongovius 1837 veröffentlichten Deutsch-Polnischen Wörterbuch ist unter "Kaschube" zu lesen: "Sie nennen sich kaszeba von kożuch der Pelz, oder von dem Wort koża, das Fell, die Haut; denn an der kalten Ostsee wohnend tragen sie lange Schafpelze, Tierfelle; die tiefer im Lande wohnenden fingen an Tuchröcke zu tragen, kabat, daher wurden sie Kabatker genannt". Der kaschubische Volksschriftsteller Derdowski schrieb: "Die Wiege der Kaschuben waren die Ufer der unteren Oder, wo es viele Sümpfe und Moorbrüche gibt. Ähnliche Sümpfe sind auch auf dem südlichen Ufer des Lebasees. Diese Sümpfe oder vielmehr eine Grasart 'wiklina', das darauf wächst, nennt das dort wohnhafte slavische Volk 'Koszebe'. Davon soll der Name Kaschube entstanden sein". Reinhold Cramer, Direktor in Bütow, der im Jahre 1858 eine 'Geschichte der Lande Lauenburg und Bütow' herausgab, schrieb von den Kaschuben: "Es gibt einen slavischen Stamm, welcher Casubitae genannt wird und diese haben ihren Namen von der Länge und Weite der Kleider, welche sie wegen der Länge und Weite in Falten legen müssen. Denn huba heisst im Slavischen Falte. Daher wird kasz hubi mit 'lege in Falten' übersetzt". Der spätere polnische Schriftsteller Dlugosz stimmte mit dieser Auslegung überein und schrieb: "Die Kaszubiani haben ihren Namen von der Faltung der Kleider ...Ihre Kleidung ist ihnen eigentümlich. An ihren langen Röcken und grauen Pelzmützen sind die Cassuben sehr leicht zu erkennen und von ihren deutschen Nachbarn ohne Mühe zu unterscheiden. Sie sind gehorsam und unterwürfig, zähe und standhaft, gottesfürchtig und kirchlich". Urkundliche Grundlagen haben alle diese Ableitungen nicht.

Fest steht, dass die Kaschuben bis ins 14. Jahrhundert hinein in den Urkunden immer Pomorani genannt wurden. Cassubia hiess lediglich das Land um Belgard an der Persante. Erst im 15. und 16. Jahrhundert ging dieser Name auch auf Land und Bevölkerung der heutigen Kaschubei über.

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Die historische Zeit für das östliche Pommern an der unteren Weichsel, dem Siedlungsraum der Kaschuben, beginnt um das Jahr 1000 mit heftigen Kämpfen gegen ein nach Norden drängendes Polen. Obwohl es den Polen gelang, allmählich die Netzelinie zu durchbrechen, und auch die Christianisierung und Kirchenorganisation von Polen her erfolgte, bewahrte das östliche Hinterpommern, auch "Klein-Pommern, =Pommerellen" genannt, bis zum Aussterben seines Fürstenhauses der Samboriden am Ende des 13. Jahrhunderts seine Selbständigkeit. 1309 wurde Pommerellen durch Kauf an den Deutsch-Ordensstaat angeschlossen, der zu dieser Zeit eine eigenständige politische Einheit bildete. Im Jahre 1466 kam Pommerellen unter die Herrschaft des polnischen Königs, bis 1772 das Land an Preussen fiel und Teil des seither so benannten „Westpreußen" wurde. Nach Ende des I. Weltkrieges kam das Gebiet wieder unter polnische Oberhoheit. Mit Beginn des II. Weltkriegs wurde es jedoch wieder im „Reichsgau Danzig-Westpreußen" in das Deutsche Reich "zurückgeführt", um nach Beendigung des Krieges 1945 dann endgültig Teil der Volksrepublik Polen zu werden. Heute ist Polen für die Kaschuben der Staat, in dem sie leben, und das polnische Volk ist die Gemeinschaft, mit der sich der grösste Teil der Kaschuben – ohne jedoch auf seine kulturelle Eigentümlichkeit zu verzichten – identifiziert. Diese doppelte Identifikation ist immer noch kennzeichnend.

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Für das Selbstverständnis der Kaschuben ist wichtig, dass sie zwar in früherer Zeit das Gefühl hatten, etwas anderes zu sein als Polen oder auch Deutsche, dass sie sich aber doch erst sehr spät dazu entschlossen, sich selbst Kaschuben zu nennen. Der Kaschube empfand diesen Ausdruck noch gegen Ende des vorigen Jahrhunderts als unangenehm, weil das Wort "Kaschube" im Danziger Sprachgebiet lange Zeit dieselbe Bedeutung hatte wie das deutsche Wort "Bauer" im verächtlichen Sinne. Weil dieses gutmütige fleissige Völkchen, das zumeist genügsam in karger Landschaft sein Auskommen fand und seine geistigen Bedürfnisse durch (katholische) Gläubigkeit gestillt fand, allem, was "Bildung" hiess, misstrauisch gegenüberstand, geriet es in den Geruch der Beschränktheit. Dieser Diskriminierung wichen die Kaschuben dadurch aus, dass sie sich am liebsten "polskji" nannten, wobei freilich "polskji" nicht mit "polnisch" im üblichen Sinne gleichzusetzen ist. Für den Kaschuben hatte "polskji" in erster Linie die Bedeutung von "katholisch", wie denn die Volkstumsbestimmung in der Kaschubei durch die Konfession weit eher zu gültigen Ergebnissen führen mag als jede andere Statistik aus älterer Zeit. In der Zeit der Reformation, mehr noch während der Gegenreformation, ist es zu jener Gleichsetzung der Begriffe deutsch und evangelisch, polnisch und katholisch gekommen, die auch für die Kaschubei lange Zeit ihre volkstümliche Gültigkeit behalten hat.

Die genaue Zahl der Kaschuben festzustellen, ist schwer, da es verlässliche Volkszählungsergebnisse nie gab. Unter der Herrschaft der Deutschen wie auch der Polen wurde ihnen bei entsprechenden statistischen Erhebungen ein Status als eigene Volksgruppe praktisch nicht gewährt. Man war eher bemüht, die Kaschuben jeweils als deutsch oder polnisch zu klassifizieren. Und da sie immer "zwischen den Stühlen sassen" waren die Kaschuben oft geneigt, um des lieben Lebens und Friedens willen ihre Fahne in den jeweiligen Nationalitätenwind zu drehen.

Ab 1890 führten zwar die preussischen Behörden in den Volkszählungen den Begriff der Muttersprache ein und unterschieden zwischen Deutschen, Polen, Kaschuben und Masuren, doch geschah auch dies aus durchschaubaren politischen Motiven, um nämlich das polnisch-slawische Element durch Aufspaltung zu schwächen und dies führte dazu, dass sich zahlreiche Kaschuben bewusst als Polen zählen liessen. In ähnlicher Weise gab es zu allen Zeiten, gewollt oder ungewollt, verfälschte Angaben über die Zahl der Kaschuben, so dass also nur Schätzungen möglich sind. Der russische Gelehrte Alexander Hilferding nahm für das Jahr 1856 eine Zahl von rund 200.000 an. Der polnische Sprachwissenschaftler Stefan Ramult errechnete für das Jahr 1892 eine Zahl von 200.217, die wohl etwas zu hoch gegriffen scheint. Die Zeitschrift "Gryf" nennt 135.199 Kaschuben für das Jahr 1905, eine Ziffer, die sich mit der Schätzung von Friedrich Lorentz für die Mitte der dreissiger Jahre deckt. Für die frühen sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts nannten polnische Quellen die Zahl von ca. 200.000 bis 300.000 Kaschuben. Nach jüngeren soziologischen Untersuchungen gibt es in Nordpolen heute schätzungsweise 500.000 Kaschuben, von denen 300.000 im täglichen Leben die kaschubische Sprache benutzen. Eine vielleicht noch grössere Zahl von Menschen kaschubischer Abstammung lebt heute in der ganzen Welt verstreut. Hauptsächlich in Deutschland, Kanada und in den USA, aber auch in Südamerika, Australien und Neuseeland. Im allgemeinen assimilierten sie sich fast vollständig, nur in Kanada besteht bis heute eine sich seiner Eigentümlichkeit bewusste kaschubische Gemeinschaft (Polonia).

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Kultur – Sprache - politisches Selbstverständnis

Die kulturelle Eigenart der Kaschuben, in früheren Zeiten stark von Aberglauben geprägt, also das Anderssein dieses Volkes war schon immer schwierig - unter den Polen wie unter den Deutschen einschliesslich der Preussen. Dass die Preussen keine allzu hohe Meinung von den "Cassuben" hatten, zeigen Briefe, die der spätere Reichskanzler Otto von Bismarck 1847 an seine Schwester schrieb: "...Bütow ist die nächste Stadt, man hört die Wölfe und die Cassuben allnächtlich heulen... Die umwohnenden Cassuben mit ihrem Gebell haben wenig, was die Last ihrer Geselligkeit erträglich macht. Ihre Conversation besteht darin, dass sie in abgemessenen Perioden ein klagendes Geheul ausstossen, eine Gefühlsäusserung, die ich durch den Zustand ihrer Person und ihres Landes vollkommen gerechtfertigt finde..." Noch unfreundlicher hatte sich Gustav Freytag in seinen 'Bildern aus der deutschen Vergangenheit' über die Kaschuben ausgelassen: "Das schmutzige und wüste Volk lebte von Brei aus Roggenmehl, oft nur von Kräutern, die sie als Kohl zu Suppe kochten, von Heringen und Branntwein, dem Frauen wie Männer unterlagen...Stumpf und schwerfällig trank das Volk den schlechten Branntwein, prügelte sich und taumelte in die Winkel. Auch der Bauernadel unterschied sich kaum von den Bauern, er führte seinen Pflug selbst und klapperte in Holzpantoffeln auf dem ungedielten Fussboden seiner Hütte..." Mit Urteilen dieser Art sind die Kaschuben in früherer Zeit immer wieder diskriminiert worden, ohne ihre Kultur und ihre Lebensbedingungen wirklich objektiv untersucht zu haben.

In der Erforschung der kaschubischen Sprache hat sich der Mecklenburger Dr. Friedrich Lorentz (1870-1937) die wohl grössten Verdienste erworben. Er verfasste u.a. eine Rechtschreibung, eine Grammatik und ein Wörterbuch der pomoranischen-kaschubischen Sprache. Ein ähnliches Werk schuf auch der bedeutende polnische Sprachforscher Stefan Ramult (1859-1913) aus Krakau. Beide Autoren und ihre Werke hatten enormen Einfluss auf die Entwicklung des Selbstbewusstseins der Kaschuben und auf die kaschubische Bewegung.

Der kaschubischen Sprache eigentümlich ist die grosse Aufsplitterung in Dialekte, oftmals von Ort zu Ort, wobei sich deutlich zwei Hauptgruppen, das Nord- und Südkaschubische, unterscheiden lassen. Diese Zersplitterung war wohl mit schuld daran, dass es erst sehr spät, nämlich 1850, zu einem nie recht gelungenen Versuch gekommen ist, eine kaschubische Schriftsprache zu schaffen. Zu einer über den Dialekten stehenden, allgemein anerkannten Schriftsprache ist das Kaschubische nie gekommen, was sich als entscheidender Mangel bei der Herausbildung eines eigenen Kulturbewusstseins erweisen sollte.

Erst das 19. Jahrhundert brachte mit der "Xazeczka dlo Kaszebov" von Florian Cejnowa (1817-1881) eine eigene Literatur, wenn auch nur in bescheidenem Umfang. Cejnowa war der erste, der wirklich in kaschubischer Sprache schrieb. Diente ihm der Slawoschiner Heimatdialekt im Kreise Putzig als Grundlage, so benutzte der zweite kaschubische Schriftsteller, Hieronim Derdowski (1852-1902) den Wieller Dialekt des Kreises Konitz. Derdowski's besondere Verdienste um das Kaschubentum liegen auf dem Gebiete der Dichtung. Beide aber gingen mit den Dialekten recht frei um, griffen zu Neubildungen und liessen sich zudem durch die polnische Schriftsprache beeinflussen. Ebenso war es mit Aleksander Majkowski (1876-1938) aus Berent und seinem Berent-Lippuscher Dialekt.

In den politisch wechselvollen Zeiten Pommerellens konnten die Kaschuben ihr Volkstum und die kaschubische Sprache bewahren. Doch fehlte ihnen eine eigene Schriftsprache und eine eigene, alle Kaschuben verbindende Kultur; zudem lebten sie oft in sehr karger Umgebung auf unfruchtbarem Land und wurden im Ordensstaat wie auch zu „deutscher" oder „polnischer" Zeit nicht als eigenständige Volksgruppe anerkannt. Oftmals wurden sie gar als minderwertige Volksgruppe behandelt, so dass sie selbst sich darauf beschränkten, abseits des Weltgeschehens den Kampf um das tägliche Brot zu führen anstatt sich um eine eigene "nationale Identität" zu kümmern. Auch wenn sie ihr angestammtes Siedlungsgebiet erhalten konnten, kamen die Kaschuben nie dazu, ein eigenes kaschubisches Nationalgefühl oder gar Autonomiebestrebungen zu entwickeln. Sie lebten gleichsam zwischen Hammer und Amboss und fanden nie Raum für einen eigenen einheitlichen staatlichen Organismus.

Ein gewisses „Erwachen" trat erst nach der philologischen Entdeckung der Eigenständigkeit der kaschubischen Sprache statt. Zunächst ist hier Christoph Coelestin Mrongovius (1764-1855) zu nennen, der seit 1798 in Danzig als Pastor und Lehrer der polnischen Sprache tätig war und in dieser Rolle Interesse an den slawischen Sprachen in Preussen, auch am Kaschubischen, gefunden hatte.

In Kreisen, die man durchaus als kaschubische Intelligenz bezeichnen kann, begann man seit etwa 1830, geheime Gesellschaften zu bilden, die sich ausser mit Wissenschaft und Kunst auch mit politischen Fragen beschäftigten. Zu den Mitgliedern einer geheimen Jugendgruppe am Konitzer Gymnasium gehörte auch der schon genannte Florian Cejnowa , Sohn des Dorfschmiedes in Slawoschin im Kreise Putzig. Er hatte früh Zugang zu den Dichtungen von Mickiewicz gefunden und während seines Medizinstudiums in Breslau Verbindung zu polnischen, tschechischen und sorbischen panslawistischen Gesinnungsfreunden aufgenommen. Hier war wohl die Vorstellung von der deutschen Überflutung slawischer Völker entstanden, gegen die sich auch die Kaschuben zur Wehr zu setzen hätten. Cejnowa betonte, dass die Kaschuben ein eigenständiges Volk seien, gleichwertig den anderen slawischen Völkern. Der Gedanke einer kaschubisch-nationalen Bewegung sollte ihn nicht mehr verlassen, er ist ihr Ahnherr geworden.

Als in der Mitte des 19. Jahrhunders die sogenannten „kleinen Völker“ in Mitteleuropa ein Nationalbewusstsein zu entwickeln begannen, hatte allerdings das Kashubentum weder ausreichende Kräfte noch ein starkes inneres Bedürfnis, die eigene ethnische und sprachliche Gemeinschaft in den Rang einer politischen und nationalen Autonomie zu erheben.

Wichtig für die kaschubischen Bestrebungen war eine Reihe von geistigen Auseinandersetzungen in Westpreussen sowohl auf deutscher wie auch auf polnischer Seite. Hierbei belebte sich die Beschäftigung mit der Landesgeschichte, in der auch die Kaschuben ihren Platz beanspruchen konnten. Es entstand eine "regionale wissenschaftliche" Atmosphäre. Geographische Landeskunde, Volkskunde und Sprachwissenschaft trugen dazu bei, dass sich die Kenntnisse von den Kaschuben vertieften. Hier wirkten insbesondere die Bemühungen von Stefan Ramult (1859-1913), der zwar kein Kaschube war, sondern aus Kleinpolen stammte, aber nach Cejnowa die Eigenständigkeit der Kaschuben gegenüber den Polen am stärksten betonte und daher auf polnischer Seite heftig Kritik erntete.

1907 gründete Ernst Seefried-Gulgowski (auch „Izydor Gulgowski“) zusammen mit Friedrich Lorentz in Karthaus den "Verein für kaschubische Volkskunde", aus dessen Milieu 1911 das Buch "Von einem unbekannten Volke in Deutschland" stammte. Gulgowski (1874-1925)  hatte unter dem Einfluss der deutschen Heimat- und Volkskunde, und von seiner Frau Theodore unterstützt, in Sanddorf am Weitsee (Wdzydze) im Kreise Konitz ein kaschubisches Freilichtmuseum eingerichtet, das auf vielfältige Weise in die ganze Kaschubei hinein anregend wirkte und heute immer noch eine herausragende Stellung als Kulturstätte der kaschubischen Lebenswelt hat („Kaszubski Park Etnograficzny“). In die gleiche Zeit fällt die Forschertätigkeit des Mecklenburgers Friedrich Lorentz (1870-1937), der sich bereits seit 1897 mit den Slowinzen befasst hatte. Er sollte zum besten deutschen Kenner der Kaschuben werden und hat zeitlebens ihr Schicksal mit grosser Sympathie begleitet. Von ihm stammen die wohl wichtigsten wissenschaftlichen Arbeiten über Slowinzen und Kaschuben.

Ein weiterer Vorkämpfer für die kaschubische Idee ist Aleksander Majkowski (1876-1938) aus Berent gewesen. Majkowskis Hauptverdienst ist die Gründung des "Gryf" im Jahre 1908, der "Zeitschrift für kaschubische Fragen". Sie sollte dazu dienen, einer heranzubildenden kaschubischen Intelligenz einen Mittelpunkt zu geben. Praktisch dominierten in der Zeitschrift literarische und volkskundliche Themen. Der von Maijkowski im Jahre 1938 veröffentlichte und 1988 ins Deutsche übersetzte, bisher einzige kaschubische Roman "Das abenteuerliche Leben des Remus" vermittelt in eindrucksvoller Weise die Zerrissenheit derer, die vergebens auf eine "Erweckung" des kaschubischen Volkes hofften.

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Das 20. Jahrhundert

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts versuchte man, das eigenwillige und eigenständige Völkchen durch ein Heer von preussischen Lehrern und Beamten zu germanisieren. Als tiefreligiöse Katholiken sahen aber die Kaschuben zunehmend ihren Glauben durch den protestantischen Staat bedroht. Sie reagierten darauf mit einem engeren Schulterschluss zu ihren polnischen Stammverwandten.

Zwischen den beiden Weltkriegen hegten die Kaschuben wieder Hoffnung auf mehr Unabhängigkeit, doch die Realität war wieder von fehlender Toleranz bis hin zur Diskriminierung gekennzeichnet. Als sie sich 1920 in grosser Zahl im polnischen Staatsverband wiederfanden, kühlten die Sympathien rasch wieder ab - nunmehr sahen sie sich durch die Behördenwillkür und Ignoranz der Polen diskriminiert und in ihrer Eigenständigkeit bedroht.

Nach dem deutschen Einmarsch 1939 in Polen waren sie dann wieder das Opfer der anderen Seite: 12.000 Kaschuben - vor allen Lehrer und Priester - wurden von den Nazis umgebracht

Auch die neue politische Ordnung nach dem 2. Weltkrieg brachte den Kaschuben nicht die Freiheit als ethnische Gemeinschaft. Die Rote Armee, die die Kaschubei und Pommern eroberte, behandelte die Bevölkerung in diesem Gebiet in gleicher Weise. Sowohl die Menschen als auch das Land mit seinen Einrichtungen wurden zur Kriegsbeute, da man alles als „deutsch“ betrachtete. Es folgten nach 1945 die Jahre der erneuten Drangsal. Man sah in ihnen - wie in den Masuren - die ungeliebten Deutschen, die "Fritzen" und "Hitleristen". Ein Zusammenschluss junger, kaschubischer Intellektueller, die sich für die Wahrung der eigenen Sprache und der kulturellen Eigenart einsetzten, wurde von der kommunistischen Führung als ein Fünfte Kolonne betrachtet. So fanden sich plötzlich viele Kaschuben zusammen mit den Deutschen in Russland, in den Gruben am Ural und in sibirischen Lagern, und nur ein Teil von ihnen kehrte nach Hause zurück. Die Zeit des Stalinismus, der Zwangskollektivierung und des Atheismus bestimmte in bedrückender Weise das Leben der Kaschuben, die sich eng mit der Religion und der Kirche verbunden fühlten. Die kommunistische Staatsmacht zeigte sich noch weniger tolerant gegen die Kaschuben als der polnische Staat vor 1939 oder noch früher die Deutschen. Noch bei den Aufständen der Werftarbeiter in Gdynia und Gdansk 1970 und 1980 brandmarkte die offizielle Propaganda Kaschuben als Rädelsführer

Doch trotz der Grausamkeit des Stalinismus für die Kaschuben verstummten sie nicht ganz. Der kaschubische Gedanke wurde in den Bereichen von Literatur, Volkskunst und Denkmalpflege neu belebt und im Dezember 1956 wurde durch die formelle Gründung des „Kaschubischen Vereins“ eine eigene Organisation geformt, die zu Anfang seines Bestehens beinahe zu einer Massenorganisation wurde. Die Arbeit dieses Vereins war aber in dem politischen Umfeld dieser Zeit sehr schwierig. 1964 wurde ein erneuter Versuch gemacht, mit der Gründung des „Kaschubisch-Pomoranischen Vereins“ die Kräfte zu bündeln.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts haben nur wenige Persönlichkeiten die Kaschubistik zum besonderen Thema ihrer Arbeit gemacht. Zu nennen sind auf polnischer Seite Gerhard Labuda, Edward Breza und Bernard Sychta. Der Österreicher Ferdinand Neureiter hat, ähnlich wie der Deutsche Friedhelm Hinze, wertvolle Beiträge durch Veröffentlichungen im Ausland geleistet. Auch die Danziger kaschubische Trilogie von Günter Grass und die Verfilmung eines Teils davon unter dem Titel „Die Blechtrommel“ haben für Interesse im Ausland gesorgt.

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Am Beginn des 21. Jahrhunderts

Heute zeigt sich - zum ersten Mal in ihrer Geschichte – für die Kaschuben ein deutlicher Silberstreif am Horizont. Die polnische Regierung hat sich zum Schutz der Rechte der nationalen und ethnischen Minderheiten im Lande verpflichtet. Die wachsende Demokratisierung und Individualisierung der Bürger können die Grundlage bilden, um ein neues Selbstbewustsein der kaschubischen Gemeinschaft zu entwickeln. Der 'Kaschubisch-Pomoranische Verein' mit dem Danziger Vizewoiwoden Professor Jozef Borzyszkowski an der Spitze vertritt die ethnisch-kulturellen Interessen dieser Bevölkerungsgruppe mit beachtlicher Aktivität. Mit der Übersetzung des neuen Testaments in die kaschubische Sprache und mit regelmässigen Sendezeiten im regionalen Fernsehen sind wichtige Schritte zur Entfaltung einer neuen kaschubischen Identität gemacht. Seit 1991 gibt es in Brusy ein Kaschubisches Gymnasium und an mehreren Schulen wird die kaschubische Sprache unterrichtet. Von der Lebendigkeit der kaschubischen Kultur zeugen neben Dokumentar- und Spielfilmen auch neue Elemente der heutigen Massenkultur wie Musik und Texte auf CDs. Lebendig ist auch weiterhin die kaschubische Folklore; dies bezeugt das alle zwei Jahre stattfindende Kaschubische Festival in Stolp.

Kaschuben sind heute wieder in allen gesellschaftlichen Bereichen präsent, wie zum Beispiel als Abgeordnete (ca. 150 in der Wojewodschaft Pomorze, 7 Abgeordnete im Parlament); oder als Wissenschaftler, Literaten und Kulturschaffende. Die Kaschubei und die kaschubische Kultur haben sich in der jüngsten Vergangenheit zu einem Markenartikel entwickelt und die Stimmen der Kaschuben entscheiden bei Parlamentswahlen und Wahlen zu Organen der Selbstverwaltung nicht selten über das Schicksal von Kandidaten, die sich auf ihre Beziehung zu den Kaschuben berufen.

In der neuen Situation Polens, das sich auf den Eintritt in europäische Strukturen vorbereitet, sind die Kaschuben und ihre Institutionen in der Ostseeregion ein nicht unbedeutender Partner für internationale Kontakte auf lokaler und regionaler Ebene. Von besonderer Bedeutung ist die Teilnahme und die Rolle der Kaschuben bei Kontakten und der Entwicklung von Kooperationen zwischen ethnischen und nationalen Minderheiten in Polen und Deutschland. Für all diejenigen, die nicht die Hoffnung aufgegeben haben, dass es eines Tages eine dauerhafte Verständigung zwischen den Deutschen und Polen als Staaten und Völker geben könnte, ergibt sich durch diese neu entstandene Position der Kaschuben möglicherweise sogar eine Perspektive, dass die Kaschuben als anerkannte Minderheit "Mörtel zwischen den Steinen des polnischen und des deutschen Volkes" sein können und so die Verständigung zwischen den Völkern vorantreiben. Die Kaschuben, deren Name einst häufig den Beiklang einer Spottbezeichnung hatte, können heute – als regionale soziale und ethnische Gruppe mit einer „internationalen Struktur“ - eine bedeutende Rolle bei der Verständigung zwischen den Staaten und Völkern in Europa einnehmen.

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Sie heissen Grabowski oder Schmude, Rudnik und Wysocki oder tragen andere Namen denen man ihren kaschubischen Ursprung nicht mehr anmerkt. Und ob sie 'Gliszczynski' heissen und noch immer auf den Höfen ihrer Vorväter im Gebiet um Konitz leben, oder ob sie sich als 'Glischinski' in Schleswig-Holstein, oder als 'Gliske' in Utah/USA angesiedelt haben, sie wissen nur selten, dass sie eine gemeinsame, eine ganz besondere, vielleicht einzigartige Vorgeschichte haben. Die besondere Geschichte eines unbekannten Volkes - in Europa und der Welt.


Nidzica (Neidenburg)

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